Das Projekt Spielemuseum Kärnten Konzept und Vision: Spielen ist, wie allgemein bekannt sein sollte, nicht nur Kinderbeschäftigung, sondern ein soziales Medium, das unabdingbar notwendiger Baustein zur kulturellen Gesamtheit des Menschen ist! Es spielten die Menschen der Antike, wie auch unsere Vorfahren im Mittelalter oftmals die gleichen Spiele, wie sie die modernen Menschen des 21. Jahrhunderts nach wie vor verwenden. Diesen Bogen von der Antike ins Hier und Jetzt zu spannen, ist eine der Aufgaben des Spielemuseums. Ein Spiegel der sozialen Entwicklung unserer Zivilisation, mit der Möglichkeit zur Archivierung und Forschung zur fortwährend weitergeschriebenen Geschichte des Gesellschaftsspiels.
Das Spiele immer auch einen Spiegel der Sehnsüchte jener Menschen der betreffenden Epoche darstellen, soll Bestandteil der umfassenden Schau sein. Aber auch Manipulation und Sucht sind Bereiche, die im Spiel immer wieder ihren Niederschlag fanden und finden. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt der Sammlung auf der Zeit des 20. Jahrhunderts, der Hochblüte der Gesellschaftsspiele. So ist ein Höhepunkt der Sammlung eine vollständige Serie aller mit dem Preis „Spiel des Jahres“ prämierten Titel. Auch ein repräsentativer Querschnitt durch die Schaffenszyklen der wichtigsten Spieleautoren ist Teil der Sammlung. Derzeit umfasst die Sammlung einen Fundus von ca. 2500 Titeln, der in Zukunft interessierten Menschen zugänglich gemacht werden sollte.
So sollen Besucher die Möglichkeit bekommen, im Rahmen einer Ausstellung Spiele zu wechsenden Themen zu sehen, und ausgewählte Exemplare zu „erspielen“. Unter Einbindung neuer Medien, sollen auf interaktiver Basis historische Brettspiele - ohne das Original zu gefährden - einer großen Zahl an Menschen zugänglich gemacht werden.
Darüber hinaus soll den Besuchern die Möglichkeit geboten werden, verlorene Spielanleitungen bei eigenen Spielen durch Kopien, gegen ein geringes Entgelt, zu ersetzen.
Das Spielemuseum Kärnten soll und darf kein statischer Aufbewahrungsort sein. Spiele sind, egal aus welcher Epoche, Kulturdenkmäler des Vergnügens und der Kommunikation. Diesem Grundgedanken sieht sich das Spielemuseum verpflichtet, und soll daher ein Ort der Interkulturellen Begegnung sein. Ob Werkschauen von Internationalen Verlagen, um das Spielverhalten der verschiedenen Regionen Europas zu demonstrieren, oder die unterschiedlichen Entwicklungen der Spielkultur im Alpen Adriaraum, das Spielemuseum Kärnten soll aus seiner geographischen Lage heraus ein Europäisches Zentrum der Spielkultur werden.
Weiterbildung von Pädagogen, Ausbildungen für Ludothekare, sowie das Veranstalten regelmäßiger Spieletage um den Stellenwert des MITEINANDER Spielens in der Gesellschaft zu steigern, sind Ziele des Spielemuseums Kärnten! Gerade der sozialpädagogische Aspekt des Gesellschaftsspiels, und die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen müssen wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Viele Probleme junger Menschen beginnen mit der sozialen Verarmung, der Vereinsamung und dem daraus folgendem Missbrauch neuer Medien.
All jenen, die in diesem Bereich tätig sind, soll das Spielemuseum ein Anlaufpunkt und ein Helfer in der Arbeit mit jungen Menschen sein.
Die Finanzierung dieses Museums fußt auf dem Konzept der Drei Säulen aus:
Öffentlicher Hand, Europäischer Union und Sponsoren.
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